Grüne Bruchköbel: Verkehrswende? – Gleich das Original wählen

–    Beispiel Nahverkehr: Nur die Grünen bleiben konsequent am Ball

–    Große Sorge: Steht Bruchköbel bald allein mit dem Wunsch nach einem besseren Bahnangebot?

Bruchköbel, 6. März 2021

Presse-Information 2021-06 als PDF

„Zur anstehenden Kommunalwahl schmücken sich manche Parteien in Bruchköbel sogar mit dem Slogan ‚Grüne Mobilität‘. Andere greifen Ideen auf, die von Bündnis 90/Die Grünen schon lange und konsequent verfolgt werden“, stellt Uwe Ringel, Ortsverbandsvorsitzender der Grünen fest. „Wer grüne Mobilität will, wählt dann am besten auch das Original. Denn die einen reden, die anderen handeln.“

Die Grünen illustrieren das am Beispiel Nahverkehr, bei dem sich einige Parteien die Direktverbindung auf der Schiene oder den Schnellbus nach Frankfurt zu eigen gemacht haben.

Sie plädieren seit Jahren für einen dichteren Takt auf der Bahnstrecke zwi-schen Bruchköbel und Hanau, dort sind bereits deutliche Verbesserungen erreicht worden.

Als erste haben die Grünen darauf hingewiesen, dass Direktverbindungen auf der Schiene in Richtung Frankfurt nicht nur sinnvoll, sondern auch machbar sind – baustellengedingt gab es dieses Angebot in den vergange-nen Jahren mehrfach. Gegenüber dem RMV bleibt die Partei hartnäckig am Ball, auch nachdem sich der Magistrat im Jahr 2016 mit einem hinhal-tenden Antwortschreiben abspeisen ließ.

Beim anstehenden und immer wieder verzögerten Bahnhofsumbau warben die Grünen mit guten Argumenten für eine echte Barrierefreiheit, die durch Rampen und Zugänge beidseits der Gleise gesichert werden sollte – eine Mehrheit der Stadtverordnetenversammlung lehnte dies ab. Das attraktive Bahnhofsumfeld mit Park + Ride, Bike + Ride, CarSharing und einem at-traktiven, barrierefrei zugänglichen Busangebot geht auf den früheren grü-nen Baudezernenten Uwe Ringel zurück.

Einen Expressbus zur U-Bahn nach Frankfurt-Enkheim einzurichten, diese Idee mit als erste in die Diskussion gebracht zu haben, nehmen die Grünen für sich in Anspruch. Im Juni 2019 hatte die Fraktion in der Stadtverordne-tenversammlung beantragt, auf diese Linie hinzuarbeiten. Der Antrag fand die Zustimmung aller Fraktionen. Knapp zwei Monate später berichtete der CDU-Landtagsabgeordnete Max Schad, dass der Rhein-Main-Verkehrsverbund entsprechende Expressbuslinien plane. Im September 2019 stellte der Frankfurter Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) ein Konzept von sieben Schnellbuslinien nach Frankfurt vor – eine davon aus Bruchköbel. Ab Dezember dieses Jahres soll diese Linie tatsächlich fahren.

Bei der Aushandlung des neuen Stadtbusvertrages haben die Grünen dazu beigetragen, zu einem für die Stadt vorteilhaften Ergebnis zu kommen, nachdem sie mit ihrer Hartnäckigkeit zuvor Unregelmäßigkeiten bei der Finanzierung des Busverkehr durch die Stadt aufgedeckt, 2018 im Akten-einsichtsausschuss ÖPNV aufzuklären halfen was der Stadt eine sechsstel-lige Summe an Rückzahlungen brachte.
Erst auf Antrag der Grünen hat sich der Magistrat im Jahr 2018 des barrie-refreien Umbaus der Bushaltestellen im Stadtgebiet angenommen.

Für die kommenden fünf Jahre nehmen die Grünen im Nahverkehr beson-ders die Schienenanbindung nach Bruchköbel ins Visier. „Wir müssen ge-genüber dem RMV hartnäckig bleiben, um Verbesserungen wie gute Takte und Direktverbindungen in die Mainmetropole zu erreichen“, stellt Uwe Rin-gel fest. „Große Sorgen bereiten uns die Ausbaupläne für Kinzigtal- und Niddertalbahn – denn damit steht Bruchköbel am Ende allein mit seinen Forderungen für Verbesserungen zwischen Nidderau und Hanau“. Die Grü-nen hoffen, dass sich die anderen Parteien nach der Wahl an ihre eigenen Aussagen erinnern und sich gemeinsam mit dem Original für eine attraktive, grüne Mobilität einsetzen.

Pressekontakt:
Klaus Linek

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