Grüne Bruchköbel: Erneut den Weg zum Naturwald eingeschlagen – Werden sich Erholungswert und Naturschutz gegen Forstwirtschaft durchsetzen?

1. Februar 2020

Presse-Information 2020-04 als PDF

Die Mehrheitsverhältnisse in der Stadtverordnetenversammlung am 28. Januar 2019 rückten die Beschlusslage wieder zurecht: Das Stadtparlament sprach sich mit einer knappen Mehrheit dagegen aus, Hessenforst erneut mit der Bewirtschaftung des Stadtwaldes zu beauftragen. Denn schon im Jahr 2015 hatte das Stadtparlament einstimmig (zur Erinnerung: bei Abwesenheit der Fraktionsmitglieder von SPD und BBB) beschlossen, dass der Vertrag mit Hessenforst gekündigt, die Waldwirtschaft im Sinne eines Naturwaldes betrieben und die Schwerpunkte auf Naherholung, Natur- und Artenschutz gelegt werden sollen – mit den Stimmen der CDU. Der Beschluss war seinerzeit Teil einer Vereinbarung, mit der FDP und Grüne Bürgermeister Maibach und seiner CDU zu einer Mehrheit für den Haushalt 2015 verhalfen. Insofern werten die Grünen das derzeitige Verhalten des Bürgermeisters und der CDU als Wortbruch. Die aktuelle Polemik des CDU-Fraktionsvorsitzenden fällt damit auf die eigene Fraktion zurück. Auch entbehren Schreckensszenarien über Sicherheitsrisiken und die Gesundheit des Waldes jeder Grundlage. „Natürlich wird auch ein Naturwald bewirtschaftet und so gepflegt, dass er gefahrlos betreten werden kann – schließlich wäre der Bruchköbeler Stadtwald nicht der erste in der Republik, allein der Nationalpark Kellerwald-Edersee umfasst eine Naturwaldfläche von über 5.000 Hektar“, meint Uwe Ringel, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen. Der Nationalpark ist ein Touristenmagnet in Nordhessen.

Pressekontakt:
Klaus Linek

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