Presse-Information 2018-02: Grüne zur „Neuen Mitte“ von Bruchköbel

11. März 2018

Grüne zur „Neuen Mitte“ in Bruchköbel

Presse-Information 2018-02 (PDF)

Grüne Bruchköbel: „Neue Mitte“ angehen
– Stadt verträgt nicht noch mehr Stillstand
– Zustimmung trotz zahlreicher kritischer Aspekte

„Die Grünen in Bruchköbel sehen die am Dienstag, 13. März 2018, zur Abstimmung
anstehenden Planungen für die Neue Mitte in vielen Punkten
kritisch, werden ihnen aber zustimmen“, erklärt deren Fraktionsvorsitzender
Uwe Ringel. „Denn wenn wir jetzt nach fast zehnjähriger Diskussion erneut
kneifen, wird es auf Jahre hinaus keinen neuen Anlauf geben – und das
würde den Todesstoß für eine attraktive und lebenswerte Innenstadt bedeuten!“
Mit genau diesem Ziel, Bruchköbel fit für die Zukunft zu machen,
hatten die Grünen zu Beginn des Jahrzehnts die Idee einer „Neuen Mitte“
in die Diskussion gebracht. Nachdem das Projekt seinerzeit insbesondere
von zwei Fraktionen torpediert worden war, bewiesen sich die Grünen in
den Folgejahren als Treiber in dem schwierigen und oft kritisierten Prozess,
die Innenstadtentwicklung auf breiter Mehrheitsbasis voranzutreiben. Auch
vor der jetzt anstehenden Entscheidung waren sie es, die eine verzagte
kleine große Koalition dazu bringen mussten, ihrem eigenen Projekt zuzustimmen.
„Wir können der Koalition nur sagen: Macht es, dafür habt Ihr die
klare Mehrheit – unsere Unterstützung habt Ihr, auch wenn Ihr sie nicht
braucht“, sagt die Grüne Patricia Bürgstein. „Wir werden aber unverändert
deutliche Kritik an den Punkten üben, die wir für falsch halten.“

Hauptkritikpunkt der Grünen bleibt, dass es nicht mehr zeitgemäß ist, sich
als Stadtverwaltung mit einem „Stadthaus“ in der 1a-Lage ein Denkmal zu
setzen. Die guten Lagen hätten genutzt werden sollen, um attraktive Räume
für kleine Einzelhandelsgeschäfte und Arztpraxen zu schaffen. Für die
städtischen Einrichtungen wäre ein weniger prominentes Auftreten der heutigen
Definition als Dienstleister eher gerecht geworden. Die Tiefgaragen-
planung halten die Grünen unverändert nicht für eine glückliche Lösung.
Hier wird es darauf ankommen, eine gute Gebühren-Lösung für den innerstädtischen
Einzelhandel zu finden und insgesamt werden große Anstrengungen
nötig sein, das Verkehrskonzept auf weniger Autoverkehr und mehr
öffentlichen Nahverkehr, Rad- und Fußverkehr umzustellen, damit das
Tiefgaragenkonzept dauerhaft erfolgreich werden kann. Ob auf nachhaltiges
und ökologisches Bauen schließlich ebenso großer Wert gelegt wird
wie auf den repräsentativen Charakter, ist bisher weitgehend offen geblieben.
Die Energieversorgung des Gebäudes wollen wir umweltfreundlicher
und nachhaltiger gestalten als das bisher geplant ist.

„Wir sind teilweise natürlich auch skeptisch bezüglich der finanziellen Belastung,
die der Stadt Bruchköbel in den nächsten Jahren und Jahrzehnten
aufgebürdet wird. Und wir sind uns auch bewusst, dass vor allem bei der
derzeit volatilen Situation im Bauwesen finanzielle Risiken über die skizzierten
finanziellen Belastungen hinaus da sind, stellt Uwe Ringel fest.
„Demgegenüber steht die Notwendigkeit des Handelns, der Mangel an Alternativen,
die große Wahrscheinlichkeit, dass ein Abwarten die finanziellen
Risiken eher vergrößert und nicht zuletzt die Chancen, die das Projekt mit
sich bringt. Dazu zähle ich eine höhere Frequentierung der Innenstadt,
welche für die Stadt einen Mehrwert bringt.“

Eine klare Absage erteilen die Grünen denjenigen, die immer wieder eine
Sanierung des heutigen Rathauses in die Diskussion bringen. Das Gebäude
ist inzwischen eine Zumutung für die dort Beschäftigten; dort noch zu
investieren hieße Geld aus den undichten Fenstern zu werfen.

„Wir werden den weiteren Planungen zustimmen“, erklärt Uwe Ringel abschließend.
„Ohne Euphorie, dafür mit einigen Bauchschmerzen. Entscheidend
ist für uns aber, dass es im Herzen unserer Stadt endlich vorangeht,
dass Bruchköbel gegenüber den Nachbarkommunen nicht noch weiter abgehängt
wird, sondern als Einkaufs- und Lebensort wieder attraktiver wird.
Die zurückliegenden acht Jahre waren schon Verlust genug“.

Pressekontakt:
Klaus Linek
Telefon: 06181 57 82 006
Mobil: 0151 2077 0075

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